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Die „verbotene Stadt" wurde bis auf eine Unterbrechung in den 1920er Jahren kontinuierlich militärisch genutzt, die darunter befindlichen unterirdischen Anlagen von 1939 bis 1994.
1910 entstanden ein Kaiserlicher Truppenübungsplatz und Garnison. 1935 folgte die Kommandozentrale der Deutschen Heeresführung (OKH) und ab 1945 der Hauptgefechtsstand der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und der 16. Sowjetischen Luftarmee (16. LA) mit den zuletzt geführten Tarnnamen „RANET" bzw. „WIMPEL".
Hervorgegangen aus dem ehemaligen deutschen Nachrichtenbunker "Zeppelin" entstand in der Garnisonsstadt Wünsdorf eine weitere bedeutende unterirdische Bunkeranlage.
Nachdem nach Kriegsende von der einmarschierenden russischen Armee versucht wurde, den Bunker zu sprengen (noch heute zeugen zwei riesige Sprengkrater in der Bunkerdecke von diesem Vorhaben), begann man Mitte der sechziger Jahre den Bunker trockenzulegen und nach und nach als Hauptnachrichtenzentrale der GSSD mit dem Tarnnamen RANET umzubauen. Dazu wurde das Bauwerk auch teilweise freigelegt.
Die oberirdischen Anlagen "Maybach I" und "Maybach II" sollten 1945 ebenfalls durch Sprengungen beseitigt werden. Dies misslang, die Hochbunker wurden stehengelassen. In diesem zerstörten Zustand kann man einen Teil der Anlagen auch heute noch besuchen.
Am 16. Februar 1996 wurde die Gemeinde Waldstadt gegründet, am 27. September 1998 wurde sie nach Wünsdorf eingemeindet.
(Quelle:buecherstadt.com)